Des Frühlings sanfte Finger streichen sacht
Durch Winters frostverhangenen Haars Geflecht.
Erwacht, erwacht, ihr Blumen, aus der Nacht,
Zeigt eure Farben im reinsten Sonnenlicht.
Nun strebt der Lenz mit jugendlichem Drang
Und malt mit Pinselstrichen, zart und klar,
Die Welt erneut im lebensfrohen Klang;
Das erste Grün im Wald ist wunderbar.
Die Vögel singen Lieder von Beginn,
Ihr Ruf durchschneidet kalte Morgenluft.
Sie künden froh des Frühlings süßen Sinn,
Die Luft erfüllt von warmer Blütenduft.
Im Bächlein sich das Eis zu Tränen lacht,
Zum Himmel strebt, was einst im Kern erwacht;
Der Sonne Kuss entzündet Lebensmacht,
Wo Sehnsucht tief im Samen still bedacht,
Ein Sommertag, von Zephyr’s Hauch gewiegt,
Die Gräser wiegt er sanft, sie neigen sich geschwind.
Es träumt der Blumenpracht in Farben, schwer und sacht,
Im Tal der Träume, wo der Mensch die Ruhe findet.
Der Schnee fällt sanft und leise,
bedeckt die Welt in weißem Kleid,
der Winter ist gekommen,
für eine stille, ruhige Zeit.
Schnee bedeckt die Landschaft, weiß und kalt,
Wasser gefriert zu Eis, im Glanz gehalt’.
Ein heller Tag, so traurig und still,
die Welt scheint leer, ohne Will.
Oh Lebensstrom, du ewig ruhelos’ Getriebe,
entsprungen aus des Daseins dunklem Schoß,
dich spiegelt sanft des Himmels hohe Liebe,
du Spur der Zeiten, breitest mächtig bloß.